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DLRG, Feuerwehr, DRK: Alle Retter in einem Boot


Der Tag der offenen Tür ist jährlich die beste Gelegenheit für die Feuerwehr, um sich den Bürgern zu präsentieren und für das häufig leider noch zu gering geschätzte Ehrenamt Werbung zu machen. So war es auch am Sonntag, als die Pforten der Feuerwache an der Schulstraße geöffnet wurden. Unter anderem konnten die Besucher den gesamten Feuerwehr-Fuhrpark, der aktuell um einen brandneuen Mannschaftswagen erweitert wurde, begutachten. Doch auch für befreundete Vereine war auf dem Hof der Brandschützer Platz und so konnten sich auch die Ortsverbände der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) vorstellen. „Kriftel ist diesbezüglich ein besonderer Ort“, erklärte Gemeindebrandinspektor Thomas Rieger, „hier sind die Vereine keine Konkurrenten, sondern eine große Familie.“ Dass man die verbrüderten Rettungsdienste zum Tag der offenen Tür einladen würde, stand daher außer Frage.

 

„Wir sind natürlich immer glücklich, wenn wir uns präsentieren können“, sagte Martin Bühner, stellvertretender Vorsitzender der DLRG. Anders als Ortsverbände aus Küstenregionen haben die Krifteler Rettungsschwimmer nämlich weniger Gelegenheiten, bei Einsätzen auf sich aufmerksam zu machen. Dennoch sind sie zur Stelle, wenn es ernst wird. Die DLRG ist unter anderem für den Wachdienst im Freibad zuständig und kümmert sich auch um den Schutz zu Wasser bei Veranstaltungen am und auf dem Main. In der Hauptsache übernimmt man zurzeit aber die Ausbildung von Rettungsschwimmern. Auch die Feuerwehrleute benötigen regelmäßig diese Qualifikation und sind daher zu Gast bei der DLRG.

Das DRK hingegen ist nicht selten mit den Brandschützern gemeinsam an einem Einsatzort. Zum einen, um bei Unfall- oder Brandopfern Hilfeleistung zu stellen. Zum anderen aber auch, um die Einsatzkräfte der Feuerwehr bei ihrer Arbeit zu versorgen. „Wir wissen ja, dass sie einen sehr anspruchsvollen und umfangreichen Job haben“, berichtete Melissa Petrich, Gruppenleiterin der DRK-Jugend, „darum bringen wir etwa bei längeren Einsätzen auch einfach mal eine Kanne Kaffee und Stärkungen vorbei.“ Wie anstrengend die Bemühungen der Brandschützer sein können, wird gerne mal vergessen. Nicht so in Kriftel, wo sich die ehrenamtlichen Helfer gegenseitig den Rücken stärken.

Während des Tages der offenen Tür leisteten die Mitglieder der DLRG und des DRK zudem Rückendeckung ganz anderer Art: Während in der Fahrzeughalle die Ehrungen und die Übergabe des Mannschaftswagens vorgenommen wurden, sorgte man für die Unterhaltung der jungen Gäste. Die DLRG lud zum „Entchen-Angeln“ ein, das DRK verwandelte die Jungen und Mädchen am Schminktisch in Clowns, Piraten oder Superhelden. Beim Foto-Termin mit dem Kreisblatt musste Feuerwehrmann Thomas Rieger zwar außerhalb des Rettungsbootes der DLRG Platz nehmen, weil das unterliegende Gerüst nicht mehr als zwei Erwachsene getragen hätte. Ansonsten sitzen in Kriftel aber wirklich alle Rettungskräfte in einem Boot.